Darmkrebsvorsorge

Endoskop_v2

Darmkrebs stellt in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen bei den Krebserkrankungen dar. Ein Grund dafür ist, dass der Dickdarm-Krebs oft erst in einem sehr späten Stadium zu Beschwerden führt. Deshalb wurde 2002 die Vorsorge-Koloskopie eingeführt. Sie ermöglicht es, den Darmkrebs in einem frühen und meistens heilbaren Stadium zu erkennen und zu behandeln.

Darüber hinaus können durch die Koloskopie auch Polypen entdeckt und während derselben Untersuchung entfernt werden. Etwa die Hälfte aller Polypen stellt ein Vorstadium zu einer Krebserkrankung dar, so dass durch ihre Entfernung die Krebsentstehung tatsächlich verhindert werden kann. So hat jeder Krankenversicherte nach Vollendung des 55. Lebensjahres einen Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung.

Studien haben gezeigt, dass in der Altersgruppe der über 55-jährigen bei ca. 40% gutartige Polypen vorhanden sind. Diese Polypen werden Adenome genannt. Sie haben ein Entartungspotential, dem die Vorsorgeuntersuchung begegnet. Bei der Adenomdetektionsrate handelt es sich um die Erkennungsrate von Adenomen (Polypen) bei der Koloskopie. Diese Rate stellt einen sehr wichtigen Indikator für die Qualität der durchgeführten Koloskopie dar.

Seit Einführung der Vorsorge-Koloskopie liegt meine Adenomdetektionsrate bei Vorsorge-Koloskopien deutschlandweit immer bei den obersten 10% (dieser Spitzenwert ist im Zentralinstitut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung jedes Jahr hinterlegt).